Geschichte und Entwicklung

Seit 1978 wird in Groß Machnow Landwirtschaft in genossenschaftlicher Kooperation betrieben.

In der ehemaligen LPG Pflanzenproduktion Großmachnow unter Leitung von Hans-Joachim Kölling als Vorsitzenden bewirtschafteten zuletzt 244 Beschäftigte 4.400 ha landwirtschaftliche Nutzfläche.

Neben der Produktion von Getreide, Raps, Lupinen und Futter für ca. 1.200 Großvieheinheiten der ortsansässigen Milch- und Mastbetriebe war die Speisekartoffelproduktion auf bis zu 650 ha wichtigster Betriebszweig.

Baubrigade, Meliorationsabteilung, Werkstattbereich und Schafproduktion gehörten ebenso zum Betrieb wie eine eigene Sektion Reitsport sowie Wohnungsverwaltung und kommunaler Straßenbau.

Mit der Wende entfielen die rechtlichen Grundlagen für die ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften; eine Neuorientierung war erforderlich.

So wurde im November 1991 die Agrargenossenschaft Groß Machnow in Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft gegründet; ein Betrieb, der seinen Mitgliedern gehört und überwiegend auf Pachtland wirtschaftet. Vorstand und Aufsichtsrat wurden in demokratischer Wahl neu besetzt und leiten seit dem die Geschäfte des Betriebes.

Mit Übernahme der Schweineproduktion 1992 in Klein Kienitz und der Anschaffung einer Mutterkuhherde 1995 wurde die ursprüngliche Spezialisierung aufgegeben und eine gesunde Produktionsvielfalt geschaffen, welche die Bewirtschaftung aller Ressourcen der Region ermöglicht.

Direktvermarktung von Rindfleisch nach dem Bestellsystem und der Verkauf ab Hof von frischen Speisekartoffeln und Futtermitteln sorgen für einen ständigen Kundenkontakt.

Seit 1997 wird die Mutterkuhhaltung in der Land und Tier Agrar GmbH betrieben, einem Unternehmen mit Beteiligung der Agrargenossenschaft.

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Sauenstalls mit 600 Plätzen im Februar 1999 wurde die Grundlage geschaffen, um diesen Betriebszweig auch langfristig effektiv weiterführen zu können.

Landschaftspflege, Arbeiten im Vertragsnaturschutz und extensive Grünlandbewirtschaftung mit robusten Freilandrindern tragen zum Erhalt unserer sensiblen Standorte und von bedrohten Arten in Flora und Fauna bei.

Insgesamt noch 3.225 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, ca. 100 Mutterkühe mit Nachzucht sowie der Stall mit 600 Sauenplätzen werden derzeit von 26 Mitarbeitern bewirtschaftet.

Die Landwirtschaftsflächen der Genossenschaft erstrecken sich entlang der Bundesstraße 96 von Norden her über die Gemeinden Mahlow, Glasow, Dahlewitz, Groß Kienitz, Klein Kienitz, Rangsdorf, Groß Machnow, Dabendorf, Telz, Schöneiche und Kallinchen.